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Im Jahre 1955 wurde ein Elferrat gegründet.
Gründungsmitglieder waren Karl Marjewzak, Hans Detlefs, Philipp Stoer, Hein Gripp, Wilhelm Kirstensen und Heinz Heinemann. Präsident des Elferrates wurde Hein Gripp. Ein Orden musste jetzt auch noch her. Er erstand in Eigen-Leistung – ein Malteserkreuz mit Vereinsabzeichen. In den 50er Jahren war sehr großer Nachholbedarf an Feiern und Fröhlichkeit. Der Krieg und die unmittelbare Nachkriegszeit hatte die Menschen nicht gerade damit verwöhnt.

So kamen einige Mitglieder des Kegelclubs im Kieler Turnerbund Brunswik (KTB) auf den Gedanken, Karneval zu feiern. Im Jahre 1955 wurde ein Elferrat gegründet. Gründungsmitglieder waren Karl Marjewzak, Hans Detlefs, Philipp Stoer, Hein Gripp, Wilhelm Kirstensen und Heinz Heinemann. Präsident des Elferrates wurde Hein Gripp. Ein Orden musste jetzt auch noch her. Er erstand in Eigen-Leistung – ein Malteserkreuz mit Vereinsabzeichen.

Jetzt konnte das Feiern losgehen. "Kunterbunt" ging es zu in der alten Mensa. Der Saal wurde mehrfach durch die Polizei wegen Überfüllung geschlossen. In den 60er Jahren ging es dann etwas ruhiger zu. In der damals neuen Mensa wurden die Feste dann mit der Karnevalsgesellschaft Fidelitas zusammen gefeiert. Aber auch da ging es noch hoch her. Es wird erzählt, das während der Veranstaltungen mehrfach mehrere Fässer Bier nachgeliefert werden mussten.

Als 1965 das Vereinsheim des KTB eingeweiht wurde, fanden die Karnevalsfeste dort bis einschließlich 1998 statt. Es wurden Kostümfeste (zu Anfang jährlich zwei) und der Kinderkarneval gefeiert. Jedes Jahr gab es ein anderes Motto mit der entsprechenden Dekoration.

Im Jahre 1976 wurde Hein Gripp vom Vorstand des KTB und den Spitzen des Kieler Karnevals nach 20-jährigem aktiven Einsatz in den Ruhestand verabschiedet.

Sein Nachfolger wurde Harry Rammin. Seine erste Amtshandlung war, Hein Gripp zum Ehrenpräsidenten zu ernennen. Der neue Präsident führte den Elferrat in sein 25 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde das äußere Erscheinungsbild des Elferrates verändert. Bisher hatten die Elferratsmitglieder Narrenkappen in den Farben Gelb, Blau Weiß, Schwarz und Rot und schwarze Anzüge mit blauen Patten. Ab jetzt trugen sie gelb-schwarze Narrenkappen und ein gelbes Ornat.

Der Jubiläumsorden wurde aus dem Holm eines Barrens hergestellt, an dem die vielfache deutsche Meisterin und dreifache Olympia-Teilnehmerin im Kunstturnen, Andrea Bieger unter anderem eine Deutsche Meisterschaft erturnt hatte. Harry Rammin bekleidete das Amt des Präsidenten vier Jahre, als er wegen beruflicher Gründe zurücktreten musste.

Da sich aber danach niemand bereit erklärte Präsident zu werden, führte Werner Geisler ein Jahr lang die Geschicke des Elferrates, sozusagen als Platzhalter, damit sich der Elferrat nicht auflöst. Er hielt die verbliebenen Elferratsmitglieder zusammen und vertrat ihre Interessen gegenüber dem Vorstand des KTB. Außerdem suchte er einen neuen Präsidenten. Dies hatte auch Erfolg!

Im darauf folgenden Jahr gab es einen neuen Präsidenten, Hans Tietze. Dieser führte den Elferrat 10 Jahre lang mit Geschick durch die närrischen Höhen und Tiefen. Ihm sagt man nach, dass er ein Dekorationsperfektionist war. Nicht selten gestaltete er am Morgen eines Festes die Dekoration komplett um, die mühsam von den Mitgliedern des Elferrates an den vorhergehenden Tagen fertig gestellt worden war. In seine Amtszeit fällt auch die Abkehr von der Selbstanfertigung der eigenen Orden.

Höhepunkte für ihn und den Elferrat waren, dass der Elferrat im KTB das Kieler Prinzenpaar 1984, Prinz Harry I und Prinzessin Ingeborg I, stellte, sowie die Feiern zum 33-jährigen Jubiläum des Elferrates. In den Jahren 1990/1991 wurden unter Mitwirkung von Werner Geisler die ersten Kontakte zum Richtenberger Carneval Club in Mecklenburg Vorpommern geknüpft.

Im Jahre 1992 wurde Gerhard Kuhn zum Präsidenten des Elferrates gewählt. Während seiner Amtszeit wurden die freundschaftlichen Beziehungen zum Richtenberger Carneval Club unter Einbeziehung des Spielmannzuges des KTB vertieft, der Kinderprinz Kevin I 1993 gestellt und seit 1994 jährliche Veranstaltungen zum Rosenmontag in der Kieler Markthalle durchgeführt. All dies konnte den Vorstand des KTB aber nicht von der Notwendigkeit überzeugen, einen eigenen Elferrat im Verein, zu behalten und so kam 1998 die Trennung vom KTB.


Am 16.3.1998 um 21:11 schlug die Geburtsstunde des Carneval Club "Die Kieler Jungs", der aber damals noch keinen Namen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die anwesenden Ex-Karnevalisten des Elferrates im Kieler Turnerbund Brunswick, » Henry Gaß , » Werner Keller , » Klaus Kruse , » Brigitte Kuhn , » Gerhard Kuhn , » Gisela Ohm und » Ralf Ohm , darauf verständigt, auch in Zukunft dem Karneval in Kiel treu zu bleiben. Treffpunkt war die Gaststätte "Kiek Rin" unseres Freundes Ralf Ohm, allen besser bekannt als "OMO". Schnell wurde man sich einig, einen eigenen Club zu gründen, damit auch in der nächsten Session Karneval gefeiert werden konnte.

Es wurde ein geschäftsführender Vorstand gewählt, bestehend aus

Präsident Gerhard Kuhn
Vizepräsident Ralf Ohm
Schatzmeisterin Brigitte Kuhn
Chronist Klaus Kruse

Der KIWI, unser Vereinsmaskottchen

Als Farben des Elferrates wurde schwarz/gelb festgelegt. Der KiWi, im wahrsten Sinne des Wortes, direkt aus Neuseeland eingeflogen, wurde als Vereinsmaskottchen bestimmt.

Unsere Vereins-Gaststätte "Zum Deutschen Heim" in Ottendorf

Zum Vereinslokal des Carneval Club wurde die Gaststätte "Zum Deutschen Heim" in Ottendorf ausgewählt. Den Namen Carneval Club "Die Kieler Jungs" verdanken wir unserem verehrten, aber leider schon verstorbenen, ehemaligem Präsidenten Harry Rammin.


Bei weiteren Zusammenkünften wurde dann die Satzung des Vereins ausgearbeitet und zu einer ersten ordentlichen Mitgliederversammlung am 7.5.1998 nach Ottendorf eingeladen. Hier waren dann schon 11 Karnevalisten beisammen, die den Vorstand bestätigten und die Satzung verabschiedeten.

Es war natürlich viel zu tun. Was sind denn Karnevalisten ohne Orden? Hausorden für Elferratsmitglieder und Damen, sowie Jubiläumsorden und Tauschorden mussten entworfen und beschafft werden. Und natürlich nicht zu vergessen: Narrenkappen. Das alles geschah bis zum 11.11. 1998, denn zur Auftaktveranstaltung des Komitee Kieler Karneval musste alles komplett sein. Bis Ende 1998 war die Mitgliederzahl auf 56 angewachsen, unter anderem auch deshalb, weil einige Damen der Karnevalsgesellschaft "Blaue Husaren" bei uns unterkamen, als sich ihre Karnevalsgesellschaft auflöste. So kamen wir zu den "Kieler Deerns", unserer Tanzgruppe der "reifen Mädchen".

Am 20. November 1999 konnten wir unser 44-jähriges Jubiläum feiern. Da fragte sich jeder, wie geht denn das? Wir hatten das Glück, dass wir die Rechtsnachfolge des Elferrates im Kieler Turnerbund Brunswik antreten, und somit die 43 Jahre schnell überbrücken konnten. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Unser Motto zur Session 1999/2000 lautete

Zur Jahrtausendwende Karneval ohne Ende.


Hierfür hatten wir auch ein Karnevals-Highlight ··· "Starlight-Express". Dieser Auftrittspunkt brachte uns viel Anerkennung von allen Gesellschaften, bei denen wir mit Auftritten vertreten waren.

In dieser Session wurde auch zum ersten Mal das Catering beim traditionellen Rathausempfang von uns durchgeführt.


Der Erfolg von "Starlight-Express" animierte auch andere Mitglieder des Vereins Auftrittspunkte einzuüben. So hatten wir große Erfolge mit "Right Said Fred", den "Weather Girls", "Trude Herr", "Anton und Antonia" oder unserem eigenen Dreigestirn.

Im Laufe der vielen Jahre haben sich neben den traditionell guten Beziehungen zu den Karnevalsgesellschaften in Kiel dauerhafte Freundschaften zu Karnevalsfreunden in Richtenberg, Berlin, Plön, Moorrege, Meldorf, Rendsburg, Schnakenbek, Nortorf, Bayreuth, Ganderkesee, Aachen und vielen anderen Orten ergeben.


Wir unternehmen jährlich Fahrten nach Berlin und Richtenberg und nehmen auch in fast jedem Jahr an den Karnevalsumzügen in Meldorf und Rendsburg teil, wenn unsere Zeit und Terminplanung das zulässt.


Regelmäßig am letzten Mittwoch im treffen wir uns zu Elferratssitzungen, an denen jedes Vereinsmitglied teilnehmen kann. In der Sommerpause feiern wir ein Sommerfest mit allen Vereinsmitgliedern, Ehepartnern und Kindern.


Die wichtigsten Feste unseres Carneval Club sind das Hausfest, das jedes Jahr am vorletzten Samstag vor Rosenmontag in unserer Vereinsgaststätte "Zum Deutschen Heim" in Ottendorf stattfindet und die Faschingsveranstaltung am Rosenmontag, bis 2004 in der Kieler Markthalle und 2005 zum ersten Mal in der Halle 400, sowie der Karneval im Schaalby-Krog in Schaalby bei Schleswig.


Seit 2002 ist der Carneval Club auch im Internet präsent. Unter der Adresse www.carneval-club-die-kieler-jungs.de können Informationen zum Carneval Club und zum Karneval in Kiel abgerufen werden. In der Session 2002/2003 haben wir zum zweiten Mal in 48 Jahren Vereinsgeschichte die Freude und Ehre gehabt, die Tollitäten der Stadt Kiel zu stellen



Seine Tollität Prinz Gerhard I

Ihre Lieblichkeit Prinzessin Brigitte I


unser Präsident und unsere Schatzmeisterin waren die närrischen Herrscher in Kiel und den umliegenden Gebieten.


2004 besuchten uns ca. 80 Personen von befreundeten Karnevalsgesellschaften aus Bayreuth und Ganderkesee zur Kieler Woche. Von der Begrüßung am Freitag bis zur Verabschiedung am Sonntag gab es ein abwechslungsreiches Programm. Programmpunkte waren z.B. eine Fahrt zum Marineehrenmal in Laboe, Kieler Woche Bummel, Beobachtung der Windjammerparade und ein abendlicher Segeltörn auf der Fryderyk Chopin.


Im Jahr 2005 wurde das 50-Jährige Jubiläum des Carneval Club "Die Kieler Jungs" begangen. Das Fest wurde im "Haus des Sports" in Kiel gefeiert, da leider der Platz in unserer Vereins-Gaststätte "Zum Deutschen Heim" in Ottendorf nicht ausreicht um alle Gäste u.a. aus Aachen, Berlin, Bayreuth und Ganderkesee unterzubringen. Aus diesem Anlass wurde natürlich auch ein Jubiläumsorden geprägt.



Unser Leitspruch lautet:

Ob Süden, Osten, Westen – mit den "Kieler Jungs" feiert man am besten.


Unsere Orden

   
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